Der Jänner.
Brachte mir ein Jahr mehr in meinem Leben und in der Liebe.
7 - meine Glückszahl.
Ich verbachte die Tage mit Brot backen, Eislaufen, im Schnee unter einem hunderjährigen Nussbaum und dem üblichen (mitunter sehr schönen) Alltag.
Ich aß seltene Gemüsesorten und englischen Biocheddar.
Am Flohmarkt fand ich eine Uhr mit Holzrahmen aus den 30er Jahren.
Ich tanzte auf der Sponsion des liebsten Menschens in braunen Schuhen.
Ich sah ein Fuchspärchen an einem eisig kalten Wintertag, den schönsten Wolkenbruch des Winters und wunderschöne Filme. 'Black Swan' mit einer grandiosen Natalie Portman, den belgischen Film mit dem etwas eigenartigen Titel 'Die Beschissenheit der Dinge' und den neuen und wahrscheinlich letzten Jean Luc Godard Film 'Film Socialisme' Besonders verliebt habe ich mich allerdings in 'Another Year' von dem britischen Regisseur Mike Leigh. Im Laufe der Jahreszeiten erzählt er die herzerwärmende Geschichte eines älteren Paares und derem sozialen Umfeld. Ein Film der mich sehr demütig aber trotzdem mit einem guten Gefühl im schönsten Kino Wiens zurück ließ.
Konzerttechnisch war der Jänner sehr postrocklastig. Bei Godspeed You! Black Emperor verfiel ich erneut der Schönheit lauter, ausbrüchiger Musik! Gleich am nächsten Tag die düsteren Iliketrains mit der wunderschön tiefen Stimme des Sängers.
Ich las besonders gerne Kurzgeschichten. Zum Beispiel von Alice Munro 'Der Bär kletterte über den Berg' oder Dostojewski 'Der Sanfte'. Gogol 'Nase' und 'Mantel'
'Mea Culpa' von Christoph Schlingensief gab mir einen neuen Bezug zum Tod und Vee Speers Ausstellung in Graz eine andere Sicht auf die Kindheit.
Der Jänner.
Ein guter Monat in einem gutem neuen Jahr.












