Sunday, 30 January 2011

january tales...



Der Jänner.
Brachte mir ein Jahr mehr in meinem Leben und in der Liebe.
7 - meine Glückszahl.
Ich verbachte die Tage mit Brot backen, Eislaufen, im Schnee unter einem hunderjährigen Nussbaum und dem üblichen (mitunter sehr schönen) Alltag.
Ich aß seltene Gemüsesorten und englischen Biocheddar.
Am Flohmarkt fand ich eine Uhr mit Holzrahmen aus den 30er Jahren.
Ich tanzte auf der Sponsion des liebsten Menschens in braunen Schuhen.

Ich sah ein Fuchspärchen an einem eisig kalten Wintertag, den schönsten Wolkenbruch des Winters und wunderschöne Filme. 'Black Swan' mit einer grandiosen Natalie Portman, den belgischen Film mit dem etwas eigenartigen Titel 'Die Beschissenheit der Dinge' und den neuen und wahrscheinlich letzten Jean Luc Godard Film 'Film Socialisme' Besonders verliebt habe ich mich allerdings in 'Another Year' von dem britischen Regisseur Mike Leigh. Im Laufe der Jahreszeiten erzählt er die herzerwärmende Geschichte eines älteren Paares und derem sozialen Umfeld. Ein Film der mich sehr demütig aber trotzdem mit einem guten Gefühl im schönsten Kino Wiens zurück ließ.

Konzerttechnisch war der Jänner sehr postrocklastig. Bei Godspeed You! Black Emperor verfiel ich erneut der Schönheit lauter, ausbrüchiger Musik! Gleich am nächsten Tag die düsteren Iliketrains mit der wunderschön tiefen Stimme des Sängers.

Ich las besonders gerne Kurzgeschichten. Zum Beispiel von Alice Munro 'Der Bär kletterte über den Berg' oder Dostojewski 'Der Sanfte'. Gogol 'Nase' und 'Mantel'



'Mea Culpa' von Christoph Schlingensief gab mir einen neuen Bezug zum Tod und Vee Speers Ausstellung in Graz eine andere Sicht auf die Kindheit.

Der Jänner.
Ein guter Monat in einem gutem neuen Jahr.


5 comments:

fox without snow said...

Der Film klingt interessant. Ich hab eine Rezension dazu gelesen letztens. Da klang er aber sehr sehr traurig: "Die Glücklichen vermehren ihr Glück, während die Unglücklichen nur Zaungäste sind" oder so ähnlich lautete das Fazit. Vielleicht guck ich mir den heute noch an. Das Kranksein hat auch seine Vorteile :).

whaleheart said...

Der ist wirklich bittersüß und wunderschön! Dieses Zitat passt aber so gar nicht, finde ich. Das wertet die Taten derer, die im Film glücklich sind, dermaßen ab. Dieses ältere Paar verteilt so viel Liebe an all die gestrandeten Seelen in ihrem Freundeskreis, empfängt sie eigentlich immer mit offenen Armen, obwohl sich manche richtig daneben verhalten. Nein. Das mit den Zaungästen kann man wirklich nicht behaupten.
Ich finde dieses ältere Ehepaar im Film jedenfalls sehr bewundernswert (und ihren wundervollen Garten erst recht :)

(der Tom ist übrigens der Papa von Bridget, also im Film und ich hab mich für die Dauer des Films ein bisschen in ihren Sohn verliebt.. :)

Gehst du als Kranke ins Kino? (Sag nicht du schaust bei Kino.to ;)

fox without snow said...

Ohja, ich hatte auch den Eindruck die Rezension war von einem üblen Zyniker geschrieben. Umso besser, wenn du sagst, dass der Film nicht so ist.

:)

Ich hätte den jetzt im Internet angeschaut, ja. Hannah, ich bin doch in Bayreuth :). Aber ich hab ihn eh nicht gefunden. Deswegen widme ich mich jetzt weiter "Freedom" von Jonathan Franzen.

Und den Bright Eyes. Vielen lieben Dank dafür!

whaleheart said...

Also es klingt zumindest stark danach. Mir geistern die Eindrücke, vor allem eben diese wunderschönen Aufnahmen des Gartens, noch immer durch den Kopf.

Jaja, ich weiß ich weiß. Zugegeben, hin und wieder machen wir das ja auch, obwohl ich ja dagegen bin, vor allem, weil die vielen Störfaktoren (Ton- und Bildqualität, etc.) die Ästhetik des Films meist zerstören! Aber Filme, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie mir überhaupt gefallen, schau ich mir auch im Internet an.

Also morgen um 23 Uhr!

Christa said...

Danke, mir geht es gerade auch gut :) Gerade schalte ich meinen Kopf ein wenig von der Lernerei aus, damit ich mich dem nächsten Thema zuwenden kann. Und heute Abend ist eine kleine feine Geburtstagsfeier, auf die ich gehe :)