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Wednesday, 8 June 2011

Berlin mit Freunden.








Frühstücken im Cafè Fleury oder Clärchens Ballhaus.
Flanieren durch Kreuzberg und das Graefekiez.
Abendessen im französischen Bistro Nord-Sud.
Schlendern über den Mauerpark Flohmarkt.
Nachmittagstee auf der Oranienstraße.
Dunkin Donuts bei der 'typisch Berlin' Abreise.
Und immer Sufjan Stevens im Ohr.
7. Mai 2011
Was für ein wundervolles Wochenende!


Sunday, 15 May 2011

Are you a ghost or the symbols of light or a fantasy host?


Sufjan Stevens im Admiralspalast Berlin.




Vesuvius
Are you a ghost
Or the symbols of light
Or a fantasy host?
In your breast
I carry the form
The heart of the Earth
And the weapons of warmth

Sufjan, follow your heart
Follow the flame




Der Vesuv ist der einzige aktive Vulkan auf europäischem Festland.
Seine Ausbrüche sind von pyroklastischen Strömen begleitet, die zu den gefährlichsten Formen des Vulkanismus zählen. Ein gigantischer Ausbruch könnte mitunter zum apokalyptischen Ende der Welt führen. Naja. Sag ich jetzt mal...

...denn wenn man bei Sufjan Stevens gigantischer Show dabei war, glaubt man gerne an solche Prophezeiungen. Mit einer unglaublich ästethischen Eröffnung (Seven Swans, aber wie!!!), völlig aus Zeit und Raum gerissen überflutet die Neondisco-SciFi-Operette in taumelnder Geschwindigkeit und rettet mich mit kleinen Folkperlen zwischendurch vom Ekstasetod. Nimmt man das beste Theaterstück, in dem man jemals war und klont es mit Genmaterial einer bombastischen Oper, kommt man etwas ran an die Magie, die von der Bühne aus des Admiraltheaters versprüht wurde. Es gab da diesen unbeschreiblichen Moment, in welchem das ganze Publikum wie auf elektrisierenden Nadeln saß und dann, wie eine außerordentlich überraschende Meereswelle, in die Höhe schnellt um sich den Klängen des Dargebotenem vollkommen hinzugeben. Taumel und Freude vereint mit einem hypertrophen Sinn für die absonderlichsten Seltsamkeiten unserer Gesellschaft erschaffen ein audiovisuelles Wunderwerk. Zwischendurch die klanggebenden Bilder des vor 13 Jahren verstorbenen Künstlers Royal Robertson und die kurzen Erklärungen zu dem Meisterwerk 'The Age of Adz' geben Zeit um zu realisieren, dass man sich noch nie auf einem vergleichbar audiovisuellem Höhepunkt vorfand.

Mit der Vorliebe für folkige Verknüpfung mit elektronischem, kosmischanmutenden Spielereien und der überquellenden Orchestrierung sprengte Sufjan Stevens live nun all meine Erwartungen.
Nein, er ist kein Außerirdischer, obwohl die Musik manchmal klingt, als käme sie nicht von dieser Welt. Nein, er ist kein Irrer, der sich irgendwo in ideologischen Klangspektren einer Sekte verliert. Er ist vor allem eins: ein Musiker, der seine Fans sehr sehr glücklich macht!



einer der schönsten Momente:

Monday, 7 June 2010

I gave myself to rearrange (with you by my side)



I see you in the trees
I see you're colourful
I see you in the breeze
You're spiritful







Jahrhunderte lang schien Island - im Glauben an paraphysisches Leben - im Einklang mit der Natur zu leben, doch dann drohte eine zerstörerische Wirtschaftskrise, die Schwermetallindustrie boomte und mit ihr warf der Großteil der Isländer die Paradigmen über Bord. Bei Jònsi bekommt man so das Gefühl, als sei er direkt von der Elfenwelt als unermüdlicher Krieger ausgesandt worden um der Welt etwas Verheißungsvolles zu verkünden. Gemeinsam mit Freund Alex Somers und einer Horde elfengleicher Musiker verwandelt er die gesamte (eher charmelose) Halle mit seinem minutiösen Klangkaleidoskop und der wohl prachtvollsten Lichtershow überhaupt in ein wundervolles Kuriositätenkabinett. Schmetterlinge und Waldtiere aus alten Biologiebüchern erwachen plötzlich zu Leben, tummeln sich über die herrlich dekorierete Bühne, kollaborieren mit dem Gesang und verwischen die Grenzen zwischen Traum und Realität. Ein elektrisierendes Gewitter katapultiert den Zuschauer schlagartig in eine düstere Nacht, so perfekt inszeniert, dass man doch tatsächlich Regen auf der Nase spürt (oder sind es doch nur die - zur Abwechslung mal - Freudentränen, die man gezwungen ist zu vergießen bei so berührender Schönheit).
Schlussendlich zerstören die sechs Musiker den delirischen Traum und setzen den Zuschauer mit einem, nach Post Rock Manier perfekten, minutenlangen Brimborium wieder fassungslos irgendwo im heißen Berlin aus, völlig außer Stande zurück in den Alltag zu gehen...



Und ansonsten eben Berlin.


You wish, I know it, surrender to summers
We should always know that we can do everything!


♥ Jeden Tag frühstücken in einem der französichen Cafès ( Cafè Fleury, Prenzlauerberg oder Bateau Ivre auf der äußerst netten Oranienstraße in Kreuzberg)
♥ Die Sorgen ertränken im supertollen Kunsthaus Tacheles, der legendären 8mm Bar, dem Schokoladen oder dem Lido
♥ Katriges herumschlendern am tollen Mauerpark Flohmarkt und anschließendes Frühstück im nahegelegenen Ost-Fee Cafè mit Soap&Skin, Beirut und Mumford and Sons im Ohr und dem beste Chai Latte überhaupt!
♥ Lakritze kauend (vorher im Kadò) die Graefenstraße entlangflanieren und dabei über einen genialen Bücherladen auf der selbigen Straße stolpern
♥ Wunderhübsche Sommerstoffe bei Frau Tulpe kaufen
♥ Stundenlanges Stöbern im Plattenladen Mr Dead & Mrs Free und dabei neue Lieben wie Lone Wolf, The Middle East, Long Voyage oder St. Augustine entdecken
♥ Sommerliche Blümchenkleider in einem der zahlreichen Vintageläden (Garage, Colours oder Kleidermarkt) entdecken
♥ Superleckeres Mittagessen im Lekkerurlaub schlemmen
♥ Das beste Eis der Welt in der EismanufakturMarille & Vanille gegessen
♥ Ein ganzes Wochenende lang entspannt und versucht dabei alle negativen und traurigen Gedanken zu verjagen...