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Sunday, 15 May 2011

Are you a ghost or the symbols of light or a fantasy host?


Sufjan Stevens im Admiralspalast Berlin.




Vesuvius
Are you a ghost
Or the symbols of light
Or a fantasy host?
In your breast
I carry the form
The heart of the Earth
And the weapons of warmth

Sufjan, follow your heart
Follow the flame




Der Vesuv ist der einzige aktive Vulkan auf europäischem Festland.
Seine Ausbrüche sind von pyroklastischen Strömen begleitet, die zu den gefährlichsten Formen des Vulkanismus zählen. Ein gigantischer Ausbruch könnte mitunter zum apokalyptischen Ende der Welt führen. Naja. Sag ich jetzt mal...

...denn wenn man bei Sufjan Stevens gigantischer Show dabei war, glaubt man gerne an solche Prophezeiungen. Mit einer unglaublich ästethischen Eröffnung (Seven Swans, aber wie!!!), völlig aus Zeit und Raum gerissen überflutet die Neondisco-SciFi-Operette in taumelnder Geschwindigkeit und rettet mich mit kleinen Folkperlen zwischendurch vom Ekstasetod. Nimmt man das beste Theaterstück, in dem man jemals war und klont es mit Genmaterial einer bombastischen Oper, kommt man etwas ran an die Magie, die von der Bühne aus des Admiraltheaters versprüht wurde. Es gab da diesen unbeschreiblichen Moment, in welchem das ganze Publikum wie auf elektrisierenden Nadeln saß und dann, wie eine außerordentlich überraschende Meereswelle, in die Höhe schnellt um sich den Klängen des Dargebotenem vollkommen hinzugeben. Taumel und Freude vereint mit einem hypertrophen Sinn für die absonderlichsten Seltsamkeiten unserer Gesellschaft erschaffen ein audiovisuelles Wunderwerk. Zwischendurch die klanggebenden Bilder des vor 13 Jahren verstorbenen Künstlers Royal Robertson und die kurzen Erklärungen zu dem Meisterwerk 'The Age of Adz' geben Zeit um zu realisieren, dass man sich noch nie auf einem vergleichbar audiovisuellem Höhepunkt vorfand.

Mit der Vorliebe für folkige Verknüpfung mit elektronischem, kosmischanmutenden Spielereien und der überquellenden Orchestrierung sprengte Sufjan Stevens live nun all meine Erwartungen.
Nein, er ist kein Außerirdischer, obwohl die Musik manchmal klingt, als käme sie nicht von dieser Welt. Nein, er ist kein Irrer, der sich irgendwo in ideologischen Klangspektren einer Sekte verliert. Er ist vor allem eins: ein Musiker, der seine Fans sehr sehr glücklich macht!



einer der schönsten Momente:

Thursday, 19 August 2010

I think this place is full of spies... oder: The National live in der Arena Wien













we don't bleed when we don't fight
go ahead, go ahead throw your arms in the air tonight


pulverisierend. glänzend. (in jedem Sinne)
Einsamkeit und Ekstase Hand in Hand.



...und mit dem Herrn November im Mund durchs Publikum geeilt. Vorbei an meinem Ohr, so ganz nah. Der Anzug.., genauso schön unter den Fingern wie gespiegelt in den Augen.







didn't anybody tell you how to gracefully disappear in a room?

Tuesday, 17 August 2010

Haldern Pop Festival 2010










(Frightened Rabbit)



Ein Repertoire an Livemusik für hundert gefüllte Stunden voller Grenzgangmusik zum Darinverlieren und Menschenmassenrunderhum vergessen.

Ein Spiegelzelt zum Verlieben, sich drehend wie ein Kreisel. tanzend wie ein Clown.

Ein See zum Aufwachen, Auftanken und Träumen. Abends Nebel. Morgens die Sonne. Glitzernd.

Ein idyllischer Reitplatz mit tätowierten Einhörnern und süßen Ponies.

Ein Zeltdorf mit Menschen zum Lachen, Kochen, Weinen und Schweigen.
Besonderheiten! Einzigartigkeiten!

Eine Erinnerung für immer in einem Winkel des pochenden Herzens. Und dann und wann. Ich denke: für Immer!



Besondere (musikalische) Besonderheiten:


♥ Nils Frahm im Keusgen Tonstudio. Tropfend.
♥ Isbells am Halderner Hauptplatz
(Rotwein, mit einer ganz besonderen Freundin an der Seite: Linn)
♥ Efterklang und das geschwitzte Herz.
♥ Beirut. Tanzendes Akkordeon. Singende Trompete.
♥ Villagers. Leider zu kurz, aber bleibend.
♥ Frightened Rabbit und der Sprung im Herzen eines Hasens
♥ Whale Watching Tour und der Kampf gegen eine bodenlose Traumwelt
♥ Seabear und der Brennìvin. Das Mädchen aus Holland!Johanna!
♥ The Black Atlantic und die Reise zur Langsamkeit.
♥ Fanfarlo, ein Schnurrbart und der sprechende Hut.




(Fanfarlo)







(Bildquelle: http://redviolet.wordpress.com
)

Wednesday, 28 July 2010

the moon asked the crow...






Nach einem sowas von genialen Coco Rosie Konzert und einer Nacht, die im Morgengrauen endete (auf der Suche nach Linns blauer Stunde ;) sitze ich nun hier und finde keine Nachtruhe. Kennt ihr das, wenn ihr diesen Punkt überschritten habt, wo die ganze Stadt eigentlich schläft, die ersten Menschen schon zur Arbeit fahren und man nicht weiß, ob man sich nun zu den schlafenden oder wachen Leuten zählen soll, weil man viel zu aufgekratzt ist... Bizarr. Und Max Richters neues Album passt perfekt zu dieser Stimmung!









Monday, 7 June 2010

I gave myself to rearrange (with you by my side)



I see you in the trees
I see you're colourful
I see you in the breeze
You're spiritful







Jahrhunderte lang schien Island - im Glauben an paraphysisches Leben - im Einklang mit der Natur zu leben, doch dann drohte eine zerstörerische Wirtschaftskrise, die Schwermetallindustrie boomte und mit ihr warf der Großteil der Isländer die Paradigmen über Bord. Bei Jònsi bekommt man so das Gefühl, als sei er direkt von der Elfenwelt als unermüdlicher Krieger ausgesandt worden um der Welt etwas Verheißungsvolles zu verkünden. Gemeinsam mit Freund Alex Somers und einer Horde elfengleicher Musiker verwandelt er die gesamte (eher charmelose) Halle mit seinem minutiösen Klangkaleidoskop und der wohl prachtvollsten Lichtershow überhaupt in ein wundervolles Kuriositätenkabinett. Schmetterlinge und Waldtiere aus alten Biologiebüchern erwachen plötzlich zu Leben, tummeln sich über die herrlich dekorierete Bühne, kollaborieren mit dem Gesang und verwischen die Grenzen zwischen Traum und Realität. Ein elektrisierendes Gewitter katapultiert den Zuschauer schlagartig in eine düstere Nacht, so perfekt inszeniert, dass man doch tatsächlich Regen auf der Nase spürt (oder sind es doch nur die - zur Abwechslung mal - Freudentränen, die man gezwungen ist zu vergießen bei so berührender Schönheit).
Schlussendlich zerstören die sechs Musiker den delirischen Traum und setzen den Zuschauer mit einem, nach Post Rock Manier perfekten, minutenlangen Brimborium wieder fassungslos irgendwo im heißen Berlin aus, völlig außer Stande zurück in den Alltag zu gehen...



Und ansonsten eben Berlin.


You wish, I know it, surrender to summers
We should always know that we can do everything!


♥ Jeden Tag frühstücken in einem der französichen Cafès ( Cafè Fleury, Prenzlauerberg oder Bateau Ivre auf der äußerst netten Oranienstraße in Kreuzberg)
♥ Die Sorgen ertränken im supertollen Kunsthaus Tacheles, der legendären 8mm Bar, dem Schokoladen oder dem Lido
♥ Katriges herumschlendern am tollen Mauerpark Flohmarkt und anschließendes Frühstück im nahegelegenen Ost-Fee Cafè mit Soap&Skin, Beirut und Mumford and Sons im Ohr und dem beste Chai Latte überhaupt!
♥ Lakritze kauend (vorher im Kadò) die Graefenstraße entlangflanieren und dabei über einen genialen Bücherladen auf der selbigen Straße stolpern
♥ Wunderhübsche Sommerstoffe bei Frau Tulpe kaufen
♥ Stundenlanges Stöbern im Plattenladen Mr Dead & Mrs Free und dabei neue Lieben wie Lone Wolf, The Middle East, Long Voyage oder St. Augustine entdecken
♥ Sommerliche Blümchenkleider in einem der zahlreichen Vintageläden (Garage, Colours oder Kleidermarkt) entdecken
♥ Superleckeres Mittagessen im Lekkerurlaub schlemmen
♥ Das beste Eis der Welt in der EismanufakturMarille & Vanille gegessen
♥ Ein ganzes Wochenende lang entspannt und versucht dabei alle negativen und traurigen Gedanken zu verjagen...

Friday, 16 April 2010

we move in secret.... The Unwinding Hours, Wien, 14. April, WUK





Mit The Unwinding Hours liefern die beiden Hauptmusiker der mittlerweile nicht mehr existenten schottischen Band Aerogramme erneut eine faszinierende Sammlung von bombastischen Soundbildern, die in all ihrer Emotionalität nichts weniger als eines erzeugen: reines, perfektes Kino im Kopf! Bei diesem Projekt der beiden Herrn Craig B und Iain Cook steht zu meiner Begeisterung nicht mehr die reine Kraft des ausartendem Noise Songs im Vordergrund sondern viel mehr die fragile Stimme Craig Bs und die wundervolle Instrumentierung! Ein Konzert voll schöner Momente und viel Gänsehaut!




Offizielle Homepapge
Myspace

Monday, 29 March 2010

through the trees, wind's poem

Freitag:

- nach wochenlanger Vorbereitung auf den Osterhasen (Eier färben, Eier bemalen, Eier bekleben, Osternester basteln, Osterstecken binden, Osterlämmchen backen,...) endlich die lang ersehnte Osterjause und anschließende Osternestersuche mit den Kindern im wunderschönen Liechtensteinpark zwischen hundertjährigen Bäumen und einem Teich voller Schwäne
- Gemeinsamer Nachmittag in Wien bei wunderschönem Frühlingswetter, gemütlichem Zusammensitzen mit Freunden im MQ auf den neuen (kaugummirosaroten) Enzis
- erster Eisbecher mit Maronireis und Schokosauce - so lecker!
- abends eine völlig fehlinterpretierte und enttäuschende Aufführung von Samuel Becketts eigentlich so großartigem Endspiel im Theater Brettgesehen












Samstag:

- Frühstück im Biocafè St. Joseph mit so leckerem Müslishake!
- frisch zubereitetes Frühlingsmittagessen mit buntem Salat, Köttbullar, selbst gemachten Kartoffelpürree, wilden Preiselbeeren, einer Bärlauchsuppe als Vorspeise und einer frischen Minze-Holunderblütenlimonade
- Nachmittag aufs Land gefahren und mit dem Islandpony zum erste Mal in diesem Jahr durch den Moor geritten (im Herbst und Winter ist es dort zu unwegsam) 3 Wildschweine und eine Eule gesehen
- Abends dann zur Abrissparty einer Freundin gefahren mit sehr guter Musik, wundervollem Ambiente (verlassenes Wohnhaus mit so tollen alten Möbeln) und so leckeren Cocktails!

Photobucket

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Sonntag:

- Coco Rosies neues Album 'Grey Oceans' gehört - fantastischer Weird Folk mit so tollen, verspielten Elementen!
- Anton Tschechows Eine langweilige Geschichte gelesen und als ganz und gar nicht langweilig Empfunden! So eine präzise skizzierte Seelenanalyse
- Abends auf das Konzert von No Kids, A thousand Fuegos und Mount Eerie gegangen - war eher mittelmäßig bis enttäuschend


Jetzt wird mein alter Lederkoffer gepackt um heut Abend in den Nachtzug zu steigen, der uns in die wunderschöne Schweiz bringt um dort eine Woche in den Bergen zu verbringen! Ich kanns kaum erwarten, ich liebe Nachtzugreisen! Euch wünsche ich eine wunderschöne Frühlingswoche und frohe Ostern!

Wednesday, 17 February 2010

Like a Stuntman live im Rhiz








Like a Stuntman klingen als würden Animal Collective bei ihrer Sommerfrische in den kühlen Wäldern Deutschlands auf Efterklang treffen, mit ihnen magische Wurzeln ausgraben und unter dessen Wirkung dann beim gemeinsamen intergalaktischen Space Jam Klänge zwischen Weird Folk, Electronica und Indiepop fabrizieren. Kaum zu glauben, dass sowas aus Deutschland stammt (ich meine das nicht abwertend, klanglich einfach nicht passend), wo es doch viel mehr nach Brooklyn Experiment unter Einfluss zahlreicher Multiinstrumentalisten a là Chris Taylor und Co klingt. Live überzeugen die vier Hamburger dann mit einer handvoll Handclap Charme, zahlreichen Wooohs und Ahhhhs und einer riesen Portion Größenwahn in elektronischen Gefilden.




Thursday, 10 December 2009

Soap and Skin live im WUK, Wien






Gemeinsam mit vier Streichern, Horn und einer geschwisterlichen Zweitstimme gastierte gestern Abend Anja Plaschg mit ihrer musikalischen Kunst in der ausverkauften Musik- und Kulturstätte Wiens. Schweinegrunzen, Gänsehauterzeuger und Gruselmomente hatte sie auch im Gepäck. Und eine ordentliche Ladung Intensität!

Eine sakrale Atmosphäre suchte den Konzertsaal heim, da konnten auch schon mal die weißen Lilien und der Weihrauch - wie wir es vom letzten Mal in Erinnerung hatten - fehlen, beklemmend war es sowieso. Eine Festung der Hermetik mit einem expressiven Höhepunkt: Marche Funèbre in all seinen Facetten, geziert von dem grandiosen aber äußerst zurückhaltenden Ensemble. Seelenleid, Pein und Selbstzerstörung deluxe dargeboten von einer gesprächigen aber trotzdem in sich verschlossenen Anja am Bösendorfer. Am Ende bleiben trotz allem mehr Fragen als Antworten, wo man doch zu Beginn noch hoffte, das Phänomen Soap and Skin beim Zweiten Mal ein ein klein wenig mehr zu verstehen...


Thursday, 3 December 2009

The Dodos, Chelsea Wien, 1 Dezember 09





Auf Platte klingen die Dodos ja eigentlich wie eine 5-köpfige Band die im Studio ihre tausend Instrumente zu einem ziemlich netten Ganzen einspielen und dann mit mehrköpfiger Besatzung auf Tour gehen. Banjos, 12-saitige Gitarren, hundete von Trommeln, etliche Xylophone und der sogenannte 'Tambourinefoot' verzieren den eingängigen Indie Folk und Meric Longs Stimme mit feinen Klängen. Live stellt man sich anfangs auf eine ruhige musikalische Darbietung ein, wo es sich Meric zu Beginn doch auch noch auf einem Stuhl bequem macht. Doch schon bei den ersten Takten schwinden diese Gedanken und die drei Musiker fetzen los, als gilt es, alles zu geben und nichts zu verlieren. Schon nach wenigen Minuten fällt Meric vom Stuhl und entlockt seiner Gitarre mit feinsten Fingerpickings im Rekordtempo, wie man es eigentlich nur von Banjos gewohnt ist, ziemlich geniale Riffs. Mein persönlicher Höhepunkt war die erweiterte Version von 'Trollnacht' und die beiden Zugaben nach ihrer 2-stündigen (!) Verausgabung! Ein rundum perfektes Konzert!




Wednesday, 18 November 2009

Grizzly Bear live im Wiener WUK



Am Montag war es soweit. Nach dem grandiosen, leider viel zu kurzem Auftritt am Haldern Pop durfte ich zum zweiten mal den wundervollen Klängen von Grizzly Bear live lauschen! Auf Platte stellt ihre Musik ja schon vieles mit mir an, aber live tut sich da noch so viel mehr auf, dass es mit Worte einfach unbeschreiblich ist. Mit Lichtern aus alten Honiggläsern zaubern sie eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre ins nicht allzu große WUK doch mit ihrem Sound tut sich die ganze Welt vor einem auf. Es wird um jede akustische Zierleiste gerungen, jede Klanggiralande vollendens ausgeschmückt und kein Detail irgendwie leichtsinnig weggeblasen. Die Texte, die Musik, die Musiker wiegen sich in enger Umarmung, bis zum bittersüßen Ende! Eineinhalb fabelhafte Stunden die eine Einblick in die Hermetik einer wunderschön verschrobenen Welt erlauben!





Tuesday, 6 October 2009

Patrick Wolf und die Liebe zu Wien



Eine kleine Vorgeschichte zu meinem gestrigen Abend:

Für die Studioarbeiten und überhaupt für die Entstehung von 'The Magic Position' hat sich Patrick Wolf eine ganz besondere Stadt ausgewählt: Wien. Gemeinsam mit der Wiener Philharmonika und einigen elektronischen Musikern aus Wien hat er sich an die Arbeit für ein beeinflusstest Album gesetzt, sich inspirieren lassen von Glühwein, dem Prater und wiener Männern (alles eigene Angaben!)

Gestern war es dann wieder soweit. Patrick Wolf beehrte mit seinem vierten Studioalbum und vier verschiedene Outfits im Gepäck den ziemlich genialen Konzertsaal des WUK. Und er brachte nicht nur viel Glitzer und alte Raritäten mit, er überraschte uns auch mit einem so positiven Gemüt, dass wir es kaum glauben konnten. Der obligatorische Outfitwechsel wurde nicht als Soundproblem getarnt, wie bei seinen bisherigen Konzerten auf der aktuellen Tour, sondern einfach als Akzent zwischen zwei verschiedene Stimmungen (die eher melancholische und dann die euphorische und extrovertierte) der Setliste.

Es gab sogar einen eigenen Song, mit ewiglanger Geschichte zur Entstehung, den er nur Wien widmete. Man hatte wirklich das Gefühl, es sei das letzte Konzert seiner Tour und er freue sich, endlich wieder daheim zu sein. Besonders emotional wurde ich, also er meinte, man könne sich hier in dieser Stadt verdammt glücklich schätzen, wenn man sein Glück gefunden hat und angekommen ist. Denn diese Stadt sei ein wunderbarer Hafen.
Mein Hafen. Unser Hafen.

Ich weiß nicht woran es liegt, vielleicht an der Tatsache, das Wien die Stadt geworden ist, mit der höchsten Lebensqualität europaweit betrachtet oder einfach ihre Geschichte, die man an jeder Straßenecke spürt und die sich so wundervoll mit der Modernen die Hand gibt, aber ich liebe sie. Ich kann mir momentan keinen schöneren Ort zum Leben vorstellen als hier.




Friday, 25 September 2009

Shut up I am dreaming! Sunset Rubdown live im B72





Zugegeben: Wolf Parade fand ich zwar schon immer toll, aber dieses ganze Kunstkreativitätsgerede um diese Band von wegen musikalisches Intellekthighlight Montreals und so verstand ich nie ganz. Dan Boeckner's Nebenproket Handsome Furs hingegen mochte ich immer schon viel mehr und vor allem Spencer Krug's Sunset Rubdown haben es mir angetan.

Fm4 promotete dieses Konzert den ganzen Tag rauf und runter und so kam es, dass sich ziemlich viele Leute in das ohnehin sehr kleine Undergroundlokal (und ja, es ist wirklich Underground: die U-Bahn fährt obendrüber und ziemlich versifft ist es auch, aber extrem genial!) quetschten um die, von der hiessigen Presse als Lichtbringer bezeichnete Band Sunset Rubdown zu bestaunen. Ich glaube ja, dass viele einfach aufgrund des ganzen Medienrummels hier waren, rein aus Interesse an der Band, aber schlussendlich war es total egal, den so schnell wie sich alle der Musik und dem genialen Wahn von Krug hingaben, konnte man seine Mitmenschen gar nicht wahrnehmen.

Das Konzert dauerte sage und schreibe 2 volle Stunden und trotz der extremen Hitze legten sie bis zur letzten Sekunde ihr ganzen Herzblut in ihre Musik!

Genau bei solchen Konzerten realisiere ich erst, wie glücklich ich mich eigentlich schätzen darf, in einer so genialen Stadt wie Wien zu leben, die mir sowas ermöglicht und auch FM4, das es überhaupt möglich macht, einer Band so viel Publikum zu bescheren und eigentlich auch die Tatsache, dass alle anderen Bedürnfisse der Maslow’sche Pyramide bei mir erfüllt sind um mich sowas wie Kunst hingeben zu können...





Um Verwirrungen zu vermeiden:

Sunset Rubdown ist das Nebenprojekt von Spencer Krug während die Handsome Furs das musikalische Output von Dan Boeckner und seiner Frau Alexei Perry bilden. Wolf Parade und des weiteren auch Swan Lake sind die Kollektive aller Bandmitglieder. Außerdem muss man in diesem Zusammenhang auch die weitere Band von Krug erwähnen, die, trotz noch vorhandener Unbekanntheit, mit der musikalischen Genialität der anderen genannten Bands locker mithalten kann!Frog Eyes