Eines meiner Lieblingsbücher wurde verfilmt. Heraus kam ein wundervoller, herzzereißender, schmerzvoller Film über die Liebe, die Endlichkeit und das Leben. Ein trauriges Märchen, dass die Frage 'Wie schmerzhaft muss es sein, die Liebe seines Lebens zu verlieren' tief ins Herz hinein brennt...
'Ich möchte für immer hier sein' 'Es gibt kein 'für immer'. Der Augenglick ist das einzige was ewig währt'
* 'Welcome' im gemütlichen Stadtkino Grein angsehen. Ein unheimlich eindringliches, verstörendes Sozialdrama in höchst passenden (Grau)farben...
* 'Eichhörnchen-Eisbecher' mit karamellisierten Walnüssen, Haselnüssen, Nusslikör und Milceis - so lecker!
* Angenehm kühle Bilder beim 'Heima' Open Air Screening im Märchenwald
* Frühmorgenlicher Waldausritt mit dem Islandpony. Mystik im Wald, wenn alles noch schläft nur die Tierwelt erwacht... Erdhummeln und die ersten Fliegenpilze!
Freitags bei der 20er Jahre Party eines Freundes gewesen und den Stummfilm 'Metropolis' gesehen. Ein Film, der 1927 von Fritz Lang gedreht wurde und im Laufe der Zeit sich zu zerstückeln drohte. Anfang des 21. Jahrhunderts fügte man dann doch wieder all seine Teile zu einem grandiosen Ganzen zusammen und zeigte die Rekonstruktion im Rahmen der diesjährigen Berlinale in musikalischer Ensemblebegleitung live in Berlin und Köln. Arte war so nett und übertrug es live in alle deutschsprachigen Länder. Ich glaube, das ist einer der besten Filme, den ich je gesehen habe...
Samstag wiederholt. David besucht, mit dem Isländer ausgeritten, in der Natur aufgetankt. Abends dann wieder nach Wien um Shakespeares 'All's Well That Ends Well' im Theater zu sehen. Das Stück litt unter der sklavisch innovativen Darstellung des Dramaturgen und der absolut unpassenden Musik von Österreichs Nachwuchsstar Gustav N
Sonntag brunchen im Lieblingscafè, viel gelesen (Leo Tolstoj - Die Kreutzersonate), ein wenig gestrickt (der Winter könnte, wenns nach mir ginge, ewig dauern!) und wieder einmal Carnivàle geschaut (diese Serie macht süchtig!)
Ach und, verliebt habe ich mich auch! In das neue Album der Clogs
Saturday, 13 February 2010
Schon lange nicht mehr habe ich solch ein hochsensibles Portrait einer Künsterlin auf Kinoleinwand gesehen wie dieses. Wundervolle Landschaft und eine schauspielerisch atemberaubende Yolande Moreau (welche für diese Hauptrolle auch den Cèsar bekam!)
Der Film handelt von der dem Wahnsinn verfallene Künsterlin Sèraphine Louis, die erst nach ihrem Tod ein einer Nervenheilanstalt eine der bedeutensten Vertreterinnen des naiven Realsismus in Frankreich wurde.
Sunday, 10 January 2010
The Imaginarium of Dr. Parnassus by Terry Gilliam
Magisch, phantastisch, massentauglich und trotzdem so einzigartig. Wie Terry Gilliam es immer wieder schafft, das Herz aller Independentfilmliebhaber und gleichzeitig auch das der Mainstreamfanatiker höher schlagen zu lassen! Einfach unglaublich!
Ich glaube, dass ist neben Brasil einer meiner Lieblingsfilme von Gilliam, was wohl auch daran liegen mag, dass er einige meiner Lieblingsthemen aufgreift: mitteralterliches Theater, rothaarige Mädchen und Phantasie!
Unbedingt im englischen Originalton anschauen, da Lily Cole mit ihrem wundervollen britischen Akzent einfach grandios ist (und im deutschen bestimmt mit einer lächerlichen Mädchenstimme synchronisiert wird)
mit bester Freundin C., selbstgebackenem Brot, Ziegenkäse, frischen Feigen und Honig, Grizzly Bear, etlichen Polaroids, Fahrrädern, New Castle Brown Ale, wunden Füßen vom Tanzen und tschechischen Kunstfilmen... Lustig wars!
Marketa Lazarová (1966) von Frantisek Vlácil
und für mich zum 4. Mal Valerie and her Week of Wonders (1970) von Jaromil Jires, einer meiner absoluten Lieblingsfilme!
Tuesday, 29 December 2009
Bright Star (would I were stedfast as thou art!)
Wohl einer der schönsten und auch traurigsten Filme aller Zeiten. Schon lange hat mich kein Film mehr berührt als dieser. So wundervoll einfühlsam und subtil wie Jane Campion die große, zum Scheitern verurteilte Liebe zwischen dem Poeten John Keats und der Schneiderin Fanny Brawne darstellt schafft wohl kein anderer Regisseur...
In einem der schönsten Momente des Films liegt John träumend, eingebeten in etlichen Blüten und Blättern, in der Baumkrone und starrt in den Himmel. So kann man sich einen der bedeutendstens Poeten der englischen Romantik vorstellen, wenn er glücklich ist: Allein mit sich und der Natur. In Wahrheit zeigt dieses Bild jedoch, dass Jane Campion, die Naturbilder schon immer als Metapher verstanden hat und nicht als bloße Ausschmückung verwendet, auf der Suche nach dem ist, wovor Keats hier flieht: nach den Wurzeln, dem Zugehörigkeitsgefühl, dem Verborgenen, was sich den Blicken entzieht und heimlich unter der Erde heranwächst.
Bright Star wird zum Film über die Zeit selbst. Die Vergänglichkeit der Natur im Rhythmus des Jahreskreis, der sanfte Windhauch im Herbst, das lila Blumenmeer in dem Fanny versinkt - diese Naturbilder stehen nicht vordergründig oder illustrativ für den Wandel der Zeit, sondern vielmehr für die 'inner Zeit', der Intuition der beiden Hauptdarsteller: Sie sind einander räumlich fern, innerlich jedoch stets verbunden!
Still, still to hear her tender taken breath, And so live ever — or else swoon to death...
Diese Woche steht ganz im Zeichen der Viennale, ein österreichisches Kunstfilmfestival, dass seit Anfang vergangener Woche hier in Wien läuft und von Tilda Swinton geleitet wird!